Projekte der Stadtentwicklung
Was Vielen gefallen soll, muss von Vielen gebaut werden. Heute heißt bauen auch: planen, designen, kommunizieren; internationale Recherchen betreiben und rechtliche Standards erfüllen. In den großen Rahmen der Stadtentwicklung fallen daher auch mehrjährige Teilprojekte, welche den Ort prägen werden, obwohl Sie nicht sichtbar sind. Diese Projekte sind die „Grundsteine“ des modernen Städtebaus.
Hier finden Sie einige dieser Grundstein-Projekte der Stadtentwicklung in aller Kürze dargestellt. Unter anderem:
- Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
- Das aspern citylab
- Das Städtebauliche Umsetzungskonzept
- Die Technische Infrastrukur
- Das Branding Projekt
- Der Masterplan
Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt hat für das gesamte Projekt höchste Priorität. aspern Die Seestadt Wiens ist eines der ersten Wiener Stadtentwicklungsprojekte mit dem Gütesiegel einer Städtebau- und Straßenbau-UVP. Kaum ein anderer vergleichbarer Ort in Wien ist in dieser Qualität erforscht und analysiert. Die Daten stehen für die weiteren Planungsschritte auch den Partnern zur Verfügung.
Die UVP für das Städtebauvorhaben wurde von der Errichtungsgesellschaft Wien 3420 Aspern Development AG, die UVP für den Straßenbau von der MA 28 Straßenverwaltung und Straßenbau bei der zuständigen Behörde eingereicht. Ende Juni 2010 erlangte die UVP Rechtskraft.
UVP-Bescheid Städtebau zum Download (pdf)
Ihr Ansprechpartner für UVP-Fragen bei der Wien 3420 AG:
Josef Lueger
j.lueger@wien3420.at
Das aspern citylab
„citylab“ steht für modernste Stadtentwicklung über 25 Jahre Laufzeit. Es schafft modernste Rahmenbedingungen für anspruchsvolle Investoren und Architekten und unterstützt modernste Nutzungen und zukunftsweisende architektonische Lösungen.
Stadtentwicklung, das ist ein System aus hunderten Einzelaktivitäten und Bausteinen, die – über Jahre verteilt – Stadt erzeugen. Ähnlich wie ein Forum erzeugt die Projektentwicklung laufend qualitative Ergebnisse in sehr unterschiedlichen Formaten: Das Dokument Masterplan, eine Fokusgruppe zum Thema Marke, die Schaffung des frühen Grünraums am Flugfeld oder die Diskussion mit den Anrainern des Standorts. Jede Aktivität trägt zum Gesamten bei.
Die Idee hinter citylab ist es, diesen vielfältigen Bausteinen und Projektschritten einen Namen und damit auch einen Rahmen zu geben. Das citylab ist ein „virtuelles Stadt-Labor“, das über 20 Jahre hinweg innovative Wege beschreiten soll, diese Wege auch dokumentiert und damit die Entwicklungsarbeit erlebbar macht. Ein Labor, das insbesondere aus Kommunikation und Wissensmanagement besteht.
Ihr Ansprechpartner für Ideen und Fragen zum aspern citylab bei der Wien 3420 AG:
Josef Lueger
j.lueger@wien3420.at
Das Städtebauliche Umsetzungskonzept
Die Wien 3420 AG arbeitet derzeit in enger Kooperation mit der Zielgebietskoordination der Stadt Wien am Städtebaulichen Umsetzungsprojekt, bestehend aus
- der Definition von Bebauungsbedingungen (Leitfaden)
- den Entwürfen zur Erstellung der Bebauungsplanung
- den Gestaltungskonzepten für den öffentlichen Raum, Grünraum etc.
- der Planung der Verkehrsflächen, der technischen Infrastruktur etc. Modellbebauungen
Im südöstlichen Teil des Entwicklungsgebiets Flugfeld Aspern wurden – unter Berücksichtigung der vorliegenden städtebaulichen Rahmenbedingungen – durch mehrere Architekturbüros, unterschiedliche architektonische Lösungen ausgearbeitet.
Diese Modellbebauungen sollen:
- die angestrebten Qualitätsstandards testen;
- nachweisen, dass die städtebaulichen Rahmenbedingungen eine innovative und vielfältige Objektgestaltung zulassen;
- zeigen, dass durch die mögliche Bebauung attraktive, öffentliche Räume entstehen;
- der Öffentlichkeit und unseren EntwicklungspartnerInnen eine Vorstellung, von der künftigen Vielfalt und Attraktivität dieses neuen Stadtteils, vermitteln.
Ihr Ansprechpartner für Ideen und Fragen zum städtebaulichen Umsetzungskonzept bei der Wien 3420 AG:
Peter Hinterkörner
p.hinterkoerner@wien3420.at
Die technische Infrastruktur
Hinter dem Vorhang spielen die spannendsten Szenen. Auch die Seestadt aspern hat eine nicht sichtbare Seite, die der unterirdischen Silhouette. Sie beherbergt die Lebensadern der Stadt, die technische Infrastruktur.
Der neue Stadtteil bietet durch seine Größe und Dimension die Chance, technologisch mögliche Sprünge rentabel anzuwenden. Kommende Energietechnologien, Kollektorsysteme oder neue Müllentsorgungssysteme haben dadurch eine gute Chance auf Realisierung.
Die Wien 3420 AG ist offen für neue technische Wege und ist interessiert daran, neue urbane Lösungen aktiv einzubeziehen und deren Umsetzung zu ermöglichen oder zu unterstützen.
Ihr Ansprechpartner für Ideen und Fragen zur technischen Infrastruktur bei der Wien 3420 AG:
Roman Koselsky
r.koselsky@wien3420.at
Das Branding Projekt
Was morgen sein wird, ist heute noch nicht sichtbar.
Die Gestaltung des Stadtteils Aspern ist ein (auch im europäischen Maßstab) großes Stadtentwicklungsprojekt – und damit eine Jahrhundertchance. Wien kann zeigen, wie unter heutigen, innovativen Voraussetzungen eine menschengerechte, lebenswerte Stadt gestaltet werden kann.
Noch ist aber nichts zu sehen – außer dem Masterplan des schwedischen Architekten Johannes Tovatt der im Auftrag der „Wien 3420 AG“ entwickelt wurde. Denn derzeit findet sich auf dem 240 Hektar großen Areal im 22. Bezirk vorwiegend Brachland: Eingebettet zwischen den Produktionshallen von General Motors, einer Gleisanlage, vereinzelten Siedlungen, Wald- und Ackerflächen, bietet das ehemalige Flugfeld noch keine konkreten Bilder, die eine Vorstellung von den Aufbauprozessen der nächsten Jahre und vom künftigen Stadtbild dieses riesigen Entwicklungs gebiets ermöglichen würden.
Wer also heute den künftigen Stadtteil besucht, sieht ein ehemaliges Flugfeld, das kaum attraktiv wirken und noch nichts über die spätere Ausgestaltung verraten kann. Was morgen sein wird, ist heute noch nicht sichtbar. Durch das Branding Projekt wurden Identitätsmerkmale erarbeitet und mit über 200 Wiener Entscheidungsträgern diskutiert.
Wie das City Branding Projekt ablief.
Ihr Ansprechpartner für Markenfragen bei der Wien 3420 AG:
Josef Lueger
j.lueger@wien3420.at
Der Masterplan
Der Impuls zum Start
Steigender Bedarf an neuen Wohn- und Betriebsstandorten und größere Klarheit hinsichtlich des Ausbaus hochrangiger Verkehrswege, sowie die Arbeiten am Stadtentwicklungsplan STEP 05 ließen 2002 die Entscheidung reifen, die Flächenreserve Flugfeld Aspern zu einem neuen Stadtteil zu entwickeln.
Die Grundstückseigentümer einigten sich mit der Stadt Wien auf eine gemeinsame Projektentwicklung mit anspruchsvollen Zielvorgaben. Nach umfangreichen Vorarbeiten wurde ein zweistufiges Verfahren zur Erstellung eines Masterplanes gestartet. In der ersten Stufe wurden europaweit geeignete Bietergemeinschaften von Raum- und Stadtplanern, Architekten sowie Verkehrs- und Landschaftsplanern ermittelt. Aus diesem Kreis wurden 10 Teams eingeladen, in einer zweiten Stufe konkrete Lösungsvorschläge auszuarbeiten.
Nach fachlicher Vorprüfung wurden die Ergebnisse im November 2005 präsentiert und von einem internationalen Fachgremium beurteilt. Im Jänner 2006 erhielt das Team Tovatt Architects & Planners AB mit N+ Objektmanagement den Zuschlag. Für die Ausarbeitung des Masterplans wurde den Masterplanern ein Projektteam aus Mitarbeitern der Wiener Stadtplanung, sowie der Grundstückseigentümer zur Seite gestellt.
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurden von der interessierten Bevölkerung „Expertinnen vor Ort“ gewählt, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Masterplanungsprozess zu vertreten. In öffentlichen Planausstellungen konnten Entwürfe des Masterplanes präsentiert und diskutiert werden. In mehreren Workshops wurden die Planungen mit den “ExpertInnen vor Ort”, den Dienststellen des Magistrats und Politikern diskutiert, vertieft und abgestimmt.
Am 25. Mai 2007 konnte schließlich der Masterplan im Wiener Gemeinderat EINSTIMMIG beschlossen werden.
Ihr Ansprechpartner für Fragen zum Masterplan bei der Wien 3420 AG:
Peter Hinterkörner
p.hinterkoerner@wien3420.at

